GALERIE BERNARD JORDAN
Eglistrasse 8 - CH 8004 Zürich
galerie@bernard-jordan.com
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Die Eglistrasse 8 – zwischen Hardplatz und Letzigrund – im Kreis 4 ist gut erreichbar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: S-Bahn-Station Hardbrücke oder Bus 31/72, Tramstation Hardplatz. Parkmöglichkeiten befinden sich im Parkhaus Hardau.
Weitere Informationen auch unter:
www.steindruckerei-wolfensberger.ch

AUSSTELLUNGEN

Elmar TRENKWALDER „Engel über Licht und Schatten – vom erlösenden Schweigen der Form“ Museum der bildende Künste, Leipzig 15. Dezember 2018 - 10. März 2019

Paul van der EERDEN / Elmar TRENKWALDER "Zeichnungen und Skulpturen" Galerie Bernard Jordan/Paris - 9 März bis 20. April 2019

ELMAR TRENKWALDER

AUSSTELLUNG IN DER STADTKIRCHE OLTEN

Vernissage Samstag 9. März

Ausstellung 10. März - 19. Mai 2019

Bild :
WVZ 283, 2012, Grès de Sèvres, 114 x 34 x 17 cm


Erstmals darf die Empore der frisch renovierten Oltner Stadtkirche, die sich direkt neben dem Museum befindet, für eine Ausstellung des Kunstmuseums genutzt werden. Der lichtdurchflutete Raum eignet sich in seiner klassizistischen Schönheit hervorragend für die Präsentation von keramischen Skulpturen des Österreichers Elmar Trenkwalder (*1959).



Wie kaum ein anderer Künstler seiner Generation nutzt Trenkwalder den Werkstoff seit Jahren für seine teils hochkomplexen Figuren, die sich mittlerweile zu eindrucksvoller Grösse auftürmen. Weniger Bildhauer als Plastiker, erreichen seine Arbeiten mit dem Material des Tons Freiheiten und Dimensionen, denen lediglich die statischen Eigenschaften des ungebrannten Materials Grenzen setzen. Aus Einzelteilen zusammengefügt, die dem Format des Brennofens angepasst sind, zeugt das exakte Zusammenspiel der einzelnen Teile, die erst im Ausstellungsraum zur Skulptur zusammengesetzt werden, vom virtuosen Umgang des Künstlers mit dem Schrumpfungsprozess des Materials.



Anders als Margrit Linck, die den Weg in die Kunst über die Arbeit in einer Keramikmanufaktur fand, wandte sich Trenkwalder, der in Wien Malerei studiert hatte, erst ab 1986 der Keramik zu und eignete sich die Kenntnisse ohne fremde Hilfe selbst an. Heute ist er ein Meister dieses Handwerks, das ihm eine Freiheit und Virtuosität ermöglicht, die ihresgleichen sucht. Dank des souveränen Umgangs mit dem Material erreichen seine Skulpturen beeindruckende Dimensionen. Aber auch im kleineren Format überwältigen einen die meist symmetrisch aufgebauten Objekte mit ihrer Überfülle an kleinteiligen Details durch ihre Vieldeutigkeit.



Formale Assoziationen sprechen von der Verwandtschaft zum Manierismus und Rokoko oder zur Art Brut, während die glasierten Keramikarchitekturen auch an Hindu- oder Khmertempel und andere himmelwärts strebende Anlagen erinnern, an Gebilde aus Science-Fiction oder Fantasywelten, ohne jedoch ausdrücklichen Bezug zu nehmen. Die für die Skulptur seit je zentrale Frage nach dem Raum steht ebenso im Fokus seines Interesses wie die Untersuchung der Beziehung zwischen Architektur und Ornament oder die Frage nach der Funktion des Details. Trenkwalders üppige Kunst erlaubt dem Publikum ein intensives Schauen und verspricht ein höchst sinnliches wie sinnhaftes Erlebnis.








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